Entlausen ohne Brandgefahr

Keine Resistenzen gegen das neue Läuseshampoo

Während Läuse zunehmend gegen chemische Mittel resistent sind, werden sie es aber viel weniger schnell gegen die Extrakte aus Neemsamen, weil dieser aus einer großen Zahl natürlicher Stoffe besteht. Die Läuse haben es daher schwer, eine Unempfindlichkeit gegen alle diese Substanzen aufzubauen. Das ist auch der Grund für die gute Wirksamkeit des rein physikalisch wirkenden neuen Shampoos.  Die so genannte Pedikulose ist die häufigste durch Parasiten verursachte Kinderkrankheit und mittlerweile die zweithäufigste Kinderkrankheit überhaupt. Da eine Laus alle 3 bis 6 Stunden eine Blutmahlzeit benötigt, sticht sie – sofern sie nicht vorher eliminiert wird -  im Verlaufe ihres 20 bis 25 Tage dauernden Lebens ca. 150 Mal in die Kopfhaut, die auf den Läusespeichel immunologisch reagiert: es entstehen  2 bis 3 mm große, hochrote, stark juckende Papeln. Das ständige Kratzen beschädigt die Kopfhaut und Bakterien können eindringen. Passiert das über längere Zeit, kann es, so der der Salzburger Internist und Spezialist für klinische Infektiologie, Dr. Arno Lechner, „zu Superinfektionen, chronischen Ekzemen (Läuseekzemen) und regionalen Lymphknotenvergrößerungen kommen“. Der Juckreiz führt aber auch zu Schlafstörungen und in der Folge zu Aufmerksamkeitsdefiziten der Kinder in der Schule.“ . Mediziner empfehlen übrigens dringend, auch alle Kontaktpersonen auf Läuse zu untersuchen bzw. zu behandeln.

Tödlich für Läuse, unschädlich für Menschen

Die feinen Verzweigungen der Tracheen der Läuse sind innen von einer hydrophilen Schicht aus Proteinen überzogen, durch die Sauerstoff in die Zellen gelangen. Polyphenole überziehen nun bei Behandlung mit Wash Away Laus diese Proteinschicht mit einer feinen, lackartigen Schicht und unterbinden bzw. erschweren dadurch die Sauerstoffzufuhr. Die Parasiten ersticken innerhalb kurzer Zeit. Der so ausgelöste Sauerstoffmangel bewirkt außerdem, dass die Läuse sich nicht mehr mit ihren Klammerbeinen an den Haaren festklammern können und nach dem Shampoonieren der Haare und dem anschließenden Spülen der Haare mit warmem Wasser vom Kopf entfernt und im Spülwasser abgeschwemmt werden. Diese Wirkungsweise von Wash Away Laus wurde in Laborversuchen an der Universität Düsseldorf (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Heinz Mehlhorn), von Prof. Heukelbach in Australien und von Prof. Dr. Abdel-Ghaffar an der Universität in Kairo bestätigt.

Vielfach werden Hygienemaßnahmen empfohlen, wie z.B. Kämme, Bürsten oder Haarspangen in heiße Seifenlösung oder Kleidung, Wäsche und Stofftiere in den Tiefkühler zu legen, um Läuse abzutöten. „Das alles ist“,  so Univ.-Prof. Mehlhorn „absolut nicht notwendig, weil ja die Läuse nur auf dem Kopf bei etwa 29 Grad Celsius lebensfähig sind. Abseits des Körpers werden sie schnell bewegungsunfähig und sterben rasch. Unbedingt abzuraten ist von der Verwendung von Insektiziden (Insektensprays) zur Umgebungsbehandlung. Die Nebenwirkungen können verheerend sein!“

Wie man Läuse überträgt

Eine einzige Laus kann innerhalb kurzer Zeit in einer Schulklasse zu einer regelrechten Epidemie führen: dabei werden Kopfläuse aber so gut wie ausschließlich bei engem Körperkontakt von Haar zu Haar übertragen. Sie werden nicht von Tieren übertragen und können nicht springen, fliegen oder schwimmen. Eine indirekte Übertragung über Kämme, Haarbürsten, Schals oder Kopfbedeckungen ist unwahrscheinlich und selten. Lausbefall lässt sich weder durch häufiges Haare waschen vermeiden noch ist er Ausdruck mangelhafter Körperhygiene. Trotzdem bewirkt Läusebefall sehr oft neben den beträchtlichen Krankheitssymptomen fast noch größere psychologische Probleme. Mit Läusen befallene Kinder werden ausgegrenzt und gemobbt, ihre Familien oft sogar als “asozial” eingestuft, weil sie vermeintlich die Hygiene vernachlässigen. Solche Kinder  verweigern dann häufig den Besuch des Kindergartens oder der Schule, was den häuslichen Arbeitsablauf massiv stört und Mütter zum Verzweifeln bringt.

Details zur Laus:

Die erwachsene Kopflaus misst 2 bis 3 mm und ist gelb bis dunkelbraun. Nach einer Blutmahlzeit erscheint sie rot oder schwarz. Sie liebt Temperaturen von 28-29 Grad und fühlt sich daher auf dem menschlichen Haarboden besonders wohl. Nur dort kann sie überleben und stirbt abseits des Körpers rasch innerhalb von 6-26 Stunden. Die Kopflaus klebt ihre Eier mit einem festen, wasserunlöslichen Kleister ein bis zwei Millimeter oberhalb der Kopfhaut an den Haarschaft. Innerhalb von 6 bis 9 Tagen schlüpfen Larven aus dem Chitingehäuse und häuten sich in den 17 Tagen bis zur Geschlechtsreife noch zwei Mal. Weibchen produzieren je nach Lebensdauer 50 bis 150 Eier – die Massenvermehrung ist damit garantiert.

Zur Person Univ.-Prof. Dr. Mehlhorn:

Univ.-Prof. Heinz Mehlhorn vom Institut für Zoomorphologie, Zellbiologie und Parasitologie in Düsseldorf ist im Steering Committee der Weltgesellschaft für Parasitologie, war Präsident der Weltgesellschaft für Protozoologie und ist seit 1981 Herausgeber der Internationalen Zeitschrift Parasitology Research. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Untersuchungen zur Feinstruktur und zu den Lebenszyklen von parasitischen Organismen und die Entwicklung von Medikamenten gegen Parasiten, wofür er 27 Patente erlangte. High Res Bild verfügbar. Bitte anfordern bei heinz.heisters@aon.at

Zur Person Dr. Lechner:

Dr. Arno Lechner ist Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzfach Infektiologie und Tropenmedizin. Er arbeitet als klinischer Infektiologe am Univ.-Institut für Medizinische Mikrobiologie, Hygiene und Infektiologie des Universitätsklinikums Salzburg sowie als Internist an der EMCO-Privatklinik bei Salzburg. Zusätzlich ist Dr. Lechner Lehrbeauftragter für  Infektiologie an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. High Res Bild verfügbar. Bitte anfordern bei heinz.heisters@aon.at

http://www.travelsafe.at/

Dr. Arno Lechner
Travel Safe
A-5020 Salzburg, Getreidegasse 36
+43 (0)662879865
office@travelsafe.at